Giorni in Ticino - Tage im Tessin



Der Sinn in Allem

 

Ich beginne zu begreifen.

Dafür lebe ich?

Gemessen an dem, was wir Leben nennen, ist das was bleibt, wenn alles Unwichtige sich selbst entlarvt hat, nur die reine Liebe.

Jung steht man vor dem Berg der Erwartungen. Was wird mir das Leben bringen?
Bringt es Glück - und was ist Glück?

 

Gebettet in der Elternliebe erstrebte ich die Einsamkeit des Alltags.

Angekommen im Aufbau, erkannte ich die Wichtigkeiten nicht - Noch nicht. Ich verschwendete mich an Tand, an Dinge, an Karriere und Streben, an Sex.

Ich verschenkte meine einzigartige Lebenszeit an wertlose Münzen, die – einmal ausgegeben - keine Bedeutung mehr zulassen. Die Kinder, die man zeugte…sie mussten versorgt sein, ein Dach und Speise, Liebe und Zuneigung, Aufmerksamkeit.

Der hastige Strudel erklomm ungeahnte Höhen, klettern um des Erfolges willen.

Was jedoch ist - Erfolg?

Ist es das, was folgt?

 

Oder ist es die Zeit, die ich anständig überstand…trotz alledem?

Wer denkt nach, in solcher Expansionswucht der starken Jahre, über den Sinn des eigenen Seins?
Schwindelig von Stress und Tempo, erreichte ich den Moment, in dem ich Sterben erlebte. Die geliebten Eltern vorweg. Und die Erkenntnis des Endlichen stellt alles Bisherige in Frage.

Die eigenen Kinder sind in einer Art Explosion plötzlich, doch nicht ganz unerwartet, auf und davon. Sie beginnen jetzt den Reigen, tauchen wie einst, ich in den Strudel des Aufbaus.

Und dann erfahre ich schmerzhaft, die Frage nach dem Sinn des eigenen Seins. Und eine neue, unvorstellbare Runde meines Lebens wird eingeläutet. Ich kann nicht mehr viel tun und Aktionismus hilft da nicht weiter.

 

Wie nackt stehe ich vor dem Unvermeidlichen. Unvorbereitet und nicht überdacht. Und ich fühle mich, als sei ich der Erste, der ihn gehen soll - diesen endlosen Weg.

 

Dabei – alle vor mir gingen diesen Weg.

Und hinter mir schlägt das Tor zu, vor dem, was mir einst wichtig war…als ich jung war.

Und nun?

Ich kann davor stehen bleiben oder - einen neuen, gewagten Gang gehen. Ich habe noch ein Weniges an Auswahl, so scheint es.

Jetzt könnte ich endlich frei sein von Verantwortung ausserhalb meiner selbst. Wenn ich es schaffe, Vergangenes leicht in den Wind zu geben, loszulassen.

Doch welche Wege habe ich noch, wenn ich jetzt nicht losgehe?

---- Also geh Jochen!.

Ascona oim Morgennebel

 

Auf der Piazza wird es sein, wie jeden Morgen. Die Restaurants werden beliefert, vieles muss noch von Wenigen organisiert werden...man ist beschäftigt.

Der See duftet heute sicher ganz anders als gestern und die Platanen haben schon Furcht vor dem Sterben der Blätter.

 

Die Sonne schaut blass über Bellinzona hinaus und zerflirrt im zarten Nebel des Sees.

 

Einige Touristen flanieren und man wird eventuell ein Frühstück im "Batello/Schiff" genommen haben.

 

Allenfalls beginnt der Tag mit meinem Wohlbehagen, an einem Ort der Welt zu sein, der sich in einer verschwendenden Stärke herschenkt.

Ein Kraftort sagen manche...und auch ich sage, es ist ein seltsamer Ort, der die Anwesenheit mit einer Stärkung des eigenen Gemüts belohnt.

Einer, der von sich aus nichts machen muss, um mir innere Ruhe zu schenken und - Zuversicht.

 

Es wird so sein, wie jeden morgen.

 

Einige organisieren den Tag und andere werden ihn für ihr Wohlergehen auskosten...denn der Winter ist nicht mehr weit."

 

J:C: 2014

Schatten in Arcegno
 "Arcegno, wie liebe ich Dich.
Enge Gässchen...die Menschen geborgen hinter alten, erprobten Mauern.
Freunde die man trifft, leisen Gesang allenthalben, Brunnen die reich fliessend Frische schenken, Schritte die im Schatten verhallen und den Mittag in Sonnenglast einläuten.

Welche Freude hier zu sein. Die Geborgenheit umarmt mich und birgt mich wärmend.
Und wenn ich alle Wege gegangen bin, so bin ich doch zu Hause angekommen. Tessin wie gibst Du mir Heimat."
          Aus "Tage im Tessin" Vignetten J. Canz 2013

 

Piazza Giuseppe Motta/Ascona

"Nirgendwo muss ich Alkohol zu mir nehmen...es gibt keinen Ort, an dem ich danach wirkliches Verlangen bekomme...auf dem ganzen Planeten nicht!

Allerdings - die Piazza "Giuseppe Motta" in Ascona hingegen wird mich immer verführen...einmal zu einem Kaffee und - ja ich gestehe es reueschwörend - zu einem Campari Soda...eiskalt - möglichst vor dem Hotel Schiff oder dem Elvezia.

Es geht auch eigentlich nicht um den Campari.

Es geht darum etwas in der Hand halten zu können, quasi als Legitimation dort sitzen zu dürfen...und, nun ja, um auch etwas vor den Mund halten zu können, wenn man sich über die Leute amüsiert austauscht, die dort vorrübergehen.

Da hats den Typ Yachting in weiss, mit blauen Streifen und Segeltuchschuhen...den Abenteurer, der mit seinen derben Schuhen daherstatzt, die Elegante, frisch eingekleidet in Mailand oder Turin in Stöckelschuhen - dort kommt die trauernde Millionärswitwe auf der Suche nach dem dekorativen Boy.

Es gehen und kommen Menschen verschiedenster Herkunft und Couleur. Oft auch in Begleitung herziger Hunde.

Eins ist ihnen allen jedoch gemeinsam, so wie nirgendwo auf der Welt: Sie wirken durchweg heiter.
Sie strahlen diese unvergleichliche Sicherheit von Geld aus, die keine Falten lehrt. Ihr Schritt ist Zufriedenheit mit sich und der Schöpfung...und all das liebe ich so an Ascona. Keine sorgendurchfurchten Gesichter, kein gegrantel, keine Ungeduld...niemand hastet und niemand boxt sich durch.

Wenn Du hier lebst, hast Du ein Bein im Paradies. Du kannst sicher sein, dass Dich niemand rempelt oder gar die Contenance verliert. Noblesse obliege...

Der Campari ist ein Muss...nicht allein wegen seiner dekorativen Farbe...Ihr werdet es verstehen. Man braucht einfach etwas in der Hand und auch vor dem Mund, der nicht eine Sekunde sein Lächeln verliert bei so vielen schönen Details.
          Aus "Tage im Tessin" J. Canz 2013

 

Ja - Gandria

Es war die Sonne des Tessins und das Wasser lockte blinkend. Schon in Morcote, wo wir zu Mittag speisten, war klar, dass dies ein Tag sein wird, von dem noch die Kinder den Kindern erzählen würden.
Es war solch ein seltener Festtag, an dem, wie aus einem Zauber heraus, alle ein gemeinsames Ziel hatten.
Wir legten ab.
Palfy fuhr mit seinem Riva aufbrummend vorweg und alle hinterher. Wie üblich galt es die Brücke des Dammes von Melide als Erster zu erreichen und auch ich hatte den Hebel ganz durchgeschoben. Das Boot ging auf Stufe und die vielen Pferdchen in den Motoren zeigten eindrücklich, was sie konnten. Der Tank zeigte später Reue.
Nun ist es kein Katzensprung mit dem Boot von Morcote nach Gandria und schon vor der Brücke von Melide bog Matteo, der Automobilberkäufer aus Riva San Vitale, ab. Ein Winken und er wurde langsamer und verschwand bald darauf Steuerbord im Seitenarm des Luganer Sees.
Später hatte er Gelegenheit sich darüber zu ärgern. Wie er sagt.
Ein kurzes Vereinbaren und wir verschwanden Einer nach dem Anderen unter der Brücke von Melide. Daraus hervorschiessen wie aufschäumende Sektkorken und sich in der Breite des Sees zu fächern, war eins...und so rannten 12 Spuren auf Gandria zu.
Lebenslust enfaltet sich.
          Aus "Tage im Tessin" J. Canz 2013

 

Abschied vom Sommer J. Canz 2015

 

Wo er begann, dieser Abschied vom Sommer, das weiss ich nicht mal genau zu sagen. Irgendwann schaute ich mich um und die ersten Blätter waren am Rand gefärbt, so, als sei es vielleicht auch durch die satte Wärme des Sommers geschehen. Und so, wie die ersten Blätter, so unmerklich war auch ich angekommen im Herbst.

 

Zu Zeiten bemerkte ich, das etwas geschehen sein musste. Ich hatte das Ende vom Spiel verpasst. Ich war nicht mehr mittendrin, nur mehr am Rand. Wie ein Zuschauer, wie ein Rentner, der interessiert die Bauarbeiten anschaut.

 

Sicher, die Haare waren etwas grauer, nicht nur an den Schläfen. Dort dekorierten sie mich schon eine Weile und ich fand es apart, kokettierte mit dieser sichtbaren Erfahrung und hatte die gute Position von einem, der sich seines Wertes bewusst ist.

 

Obschon der Sommer immer noch in der Luft lag und mein Denken inspirierte, erschienen mir die Blätter am Baum meines Lebens matter zu sein,  in Trauer vielleicht, in Vorbereitung auf einen langen Weg.

Meine Sehnsüchte waren andere geworden, unmerklich und die Hoffnungen ebenso.

 

Kaum hatte ich die schnellen Jahre des Werdens hinter mir, die Kinder gross, wie man sagt, bewegten die ersten Herbstwinde das Geäst meiner Gedanken und Gefühle. Es war nicht aussen, dieses Herbsten.

 

Und mit einemmal war ich wohl der Nächste, der gehen wird. Bisher waren immer noch die vor mir, die meinen Weg weit und lang begleiteten. Und nun?

Selbst Weggefährten der Kindheit fehlten schon. Das Gewebe der Bekannten und Freunde wurde an Stellen fadenscheinig.

 

Spät erst bemerkte ich, dass man mich wohl schon zu jenen zählt, die älter sind und die man schonend neban stehen lässt.

 

Und während ich fühlte, sah ich, dass die Authorität meiner Kraftjahre nicht mehr bemerkt wurde. Junge Menschen drängen mich auf den Abgrund zu.

 

Es muss die Frage ans Leben legitim sein, wie mich die Jahre so vollkommen unbemerkt dort im beginnenden Alter absetzen konnten, ohne auch nur einen Schimmer von Ahnung.

 

Die Frage erweitert sich sogleich auf die Menschen, die mit mir unkenntlich geworden in all den Jahren, schweigend neben mir duldeten, ohne eine einzige Bemerkung zu diesem perfiden Spiel. Und hatte ich nicht bemerkt, dass mir manche Spielkameraden nicht mehr begegneten?

 

Seltsam.

 

Sowas wichtiges, wie den erlittenen Herbst – wie kann man dies nicht verspüren?

Aus den Zahlen der Monate und Jahre liest sich das leicht…aus dem Gefühl und dem immer noch drängenden Wollen des Lebens hingegen ganz sicher nicht!

 

Und nun, da die eigenen Haare grau sind und die Blätter an den Bäumen bunt verenden, was soll kommen?

Was soll - noch - kommen?

 

Man sagt, der Herbst hat auch noch sonnige Tage. Freilich.

 

Doch waren es nicht ehemals Jahre im warmer Sonne?

Und – muss ich’s begreifen, dass dies alles gewesen sein soll - ungeachtet der vielen Chancen und Möglichkeiten auf dem Weg bisher?

 

Beileibe, ich klage nicht, doch war ich nicht gerade eben noch jung und übervoll mit Zeit und Visionen beschenkt?

 

Wie kann das sein?

 

Aus "Tage im Tessin" J. Canz 2015

 

 

 ZEIT - "Gedanken im Tessin" J. Canz 2015

 

Gehts Dir auch so?

Zeit - was ist das und was will es?

Und während ich dachte, an Zeit, ans Leben und dem was ist und was sein könnte wenn...kamen mir Gedanken die ich Euch mitteilen möchte.

 

 "Zeit"

Du bist Schöpfer - und mithin unser Tod.

Zeit.

Welchen Gewinn bringst Du mir, mit meinen Kindern

und welchen Verlust nimmst Du?

 

Geliebtes flackert leise aus der Welt wie ein verlöschendes Kerzenlicht

und ich hoffe für eine Art von Gerechtigkeit, dass Du dieses Geheimnis birgst,

von dem wir hoffen, um die vielen Tränen zu stillen.

 

Meine Tränen durch Dich - Zeit.

 

Nimm von mir - doch zerstöre mich nicht, liefere mich nicht aus

und liebe mich, wenn Du kannst, denn ich bin Dein Kind.

 

Sieh hin - Zeit - und halte inne...erkenne, dass alles leidet,

selbst dann, wenn es liebt.

 

Gerade dann!

 

Du gabst mir Eltern als grösste Liebe mit auf meinen Weg

und nahmst sie mir vor meinen Augen.

Diese Liebe!

Unsere Liebe!

Elternliebe!

 

Und was gibst Du mir um weiterleben zu können, bei dieser allgewaltigen Trauer?

Nur wieder - Dich - Zeit?

Einzig nur Du sollst es sein, die das Leid, von Dir erwirkt, milder werden lässt?

 

Du bist vermessen - Zeit - und überheblich wie nichts sonst!

 

Als Kind schienst Du mir spannend, klug und unüberschaubar weit und Du locktest mich mit bunten Träumen.

 

Als Mann dann, mitten im Leben, bist Du knausrig und wirst mit wertlosen Münzen abgegolten.

 

Welch ein Hohn!

 

Mein Wissen wuchs und mit jeder Erkenntnis wirst Du mehr zu

einem unüberwindlichen Geheimnis - um dann irgendwann doch mein Ende zu setzen.

 

Zeit - sag - was willst Du von mir? Von mir, der Dir nicht ausweichen kann.

 

Was lehrst Du mich? Lehrst Du überhaupt irgendwas, ausser Deiner unbarmherzigen Konsequenz?

 

Du demütigst. Du belohnst. Nimmst, gibst. Was soll das? Oder lässt Du uns nur leben um des Lebens willen?

 

Du verschleuderst Dich in einer scheinbar nie endend wollenden Woge neuen Lebens und doch immer wieder nur mit der Erfahrung des Unausweichlichen.

 

Dem Ende durch Dich - Zeit?

 

Wie?

 

Zeig mir nur eine Alternative für Dich, die mich weiterleben lässt hier und glaube mir! Ich nehme sie!

 

Unbesehen!

 

Denn nichts trügt so wie Du!

Nichts ist so arg wie Du!

Du bist in Deiner Geglaubtheit eine Falle, die lockt und erbarmungslos nimmt!

 

Deine Gabe ist das Leben!

In dieser Gabe gestaltet sich Dein Wille täglich neu auf unschuldige Art.

Meine Seele und die der Anderen sind Dein Gewissen, damit nichts vergessen wird von all Deinem Tun.

 

Leid durch Dich trägt Unschuld in sich, denn es macht nur, was Du zulässt.

So wie Geburt vorüber ist, wird das Geborene vorüber gehen und so wie Sonne ist, wird Nacht sein.

 

Und nur wer kam, wird gehen können. Und nur wer gegangen ist, kann wiederkommen.

 

Und so selbstverständlich wie mir Leben scheint, wird Tod sein. Zu seiner Zeit!

 

Zeit - endlich - was sagst Du mir?

 

Gier zu leben - Erkenntnis sammeln?

 

Erteile mir Rat.

 

Und wie halte ich meine Liebe fest?

 

Und sag mir: Was mache ich, wenn Du sie mir nimmst?

 

Die tätige Allmacht der Schöpfung bist Du, die Zeit. Du erteilst keine Gebote und sammelst keine Gläubigen.

Du trägst kein Buch und keine Dogmen vor Dir her - verlangst nichts.

Du brauchst nur Dich, um alles zu sein, was sein kann.

 

Du bist ein Ego. Unbegreiflich gewaltig...gewalttätiger als alles.

 

Du bist.

 

Mein starker Vater wurde schwach durch Dich und mein

kleiner Sohn mächtig - für seine Zeit.

 

Meine geliebte Frau wird gehen wie ich vergehen werde.

 

Und nach nur wenigem von Dir - nach kurzer Zeit - wird nichts mehr hinweisen auf mich. Meine Wichtigkeiten werden entthront durch Dich und zu einer Wolke in Deinem Wind.

 

Und eines Tages bin ich Dich los - Zeitlos.

 

Mir scheint meine Geschichte, mein Leben wichtig, heute. Und doch wird sie sinnentleert durch Dich, Du, der genau dieses Leben  einst überreich mit Bedeutungen füllte.

 

Es wird wertlos durch Dein Tun.

Kein Gedanke wird mich erreichen und kein Bild leuchtet mehr in mir auf.

Ich werde sein wie vordem.

 

Zeitlos.

 

 

Schöpfer - "Gedanken im Tessin"

 

"Nichts ist so logisch zu dieser Vielfalt in der wir leben, als das es zu dieser grandiosen Vielheit eine entsprechende Einheit gibt.

Ein Eins-Sein, dass ALLES ist, ALLES in sich hat, wie ein Maler das Bild in sich hat, dass er schafft, wenn die Zeit dafür reif ist oder ein Wassertropfen, der alles zu gleicher Zeit offenbart.

Da es diese logische Einheit als Gegenstück zur Vielheit geben wird, ist dort das "ICH" und jedes andere "DU" in Einheit eins.

In diesem EINS ist alles, was je war, was ist und was sein wird.  In diesem Einen. Ganz. Alles.

 

Das ganze Universum, mit allem, zu aller Zeit der Dualität!

 

Aus  dieser Kraft, die ständig Neues schafft, bin ich ein Teil auch in der Dualität und dieses "Eins" ist ein Teil von dem, was ich hier zu sein scheine.

 

Ich bin Eins-Teil, so wie Du und wir beide und alles was ist, sind darüber Eins.

 

Wie sollte sich "Eins" wahrnehmen, wenn nicht in der Vielheit und in der Zeit?

 

Darum sind wir in dieser zeitbewegten Welt. Denn Zeit ist das, was uns bewegen und leben lässt.

 

Zeit lässt entstehen und vergehen. Und doch ist Zeit nicht in der "Eins".

 

Denn das "Eins" ist zeitlos, ohne Bewertung, ohne Beurteilung und mithin frei von jeglichem Zwang.
Denn Zeit ist ein Phänomen, das die Schöpferkraft nicht in sich trägt.

Eins ist.

Es sagt von sich "Ich bin!"

 

Wir nennen es oft "Gott", dieses Unbegreifliche.

 

Doch diese Bezeichnung wird, wie alles, vergehen in der Dualität. Wir werden diesen Begriff in dieser Welt zurücklassen, denn die die Bezeichnung und der Gedanke "GOTT" ist eine Erscheinung in der Vielheit, die in der Dualität auch sofort  "SATAN" entstehen lassen muss. Das ist das Gesetz der Dualität.

 

Beide sind Erscheinungen in der Dualität, in der Vielheit. Und selbst diese Dualität ist in der EINS eins."

 

          Canz 2015 "Gedanken im Tessin"

 

 

 

Chiesa San Martino in Ronco s./A.
Chiesa San Martino in Ronco s./A.